Bürgermeister ist völlig unschuldig….

……..an der schlechten Stimmung im Gemeinderat. Zumindest hat er dies in der Bürgerversammlung am Freitag den 12.11.2010 behauptet. (Die AZ berichtete) Angesprochen wurde die schlechte Streitkultur von einem Bürger, der meinte man könne zwar in der Sache unterschiedlicher Meinung sein und auch streiten, aber hier in Bonstetten wäre der Ton wohl zu aggressiv. Meinungsverschiedenheiten sollten im Gespräch, notfalls mit einem Mediator, bereinigt werden. Bürgermeister Gleich antwortete, dass er in seinen ersten 12 Amtsjahren den Job sehr gerne, in guter Atmosphäre und ohne große Probleme gemacht habe. In den letzten beiden Jahren war dies nicht immer ganz so einfach. (Anmerkung: Seitdem sind zwei GRÜNE im Gemeinderat). Er verstieg sich dann in die Behauptung, dass er keinerlei Schuld an den herrschenden Verhältnissen habe. Nun der Bürger, der die Steitkultur kritisiert hat, gab zu, keine Zeit für die Gemeinderatsitzungen zu haben, seine Informationen hat er aus der Presse. Jeder der die Sitzungen besucht, kann sich selber ein Urteil darüber bilden, wer wie viel Schuld trägt. Ganz sicher aber kann der Bürgermeister seine Hände nicht in Unschuld waschen. Wer ist denn vor Gericht gezogen? In erster Linie ist er Bürgermeister aller Bonstetter, der Gemeinderäte und auch der unartigen GRÜNEN. Er hat auf Grund seiner Mehrheit im Gemeinderat und vor allem seines Amtes eine besondere Stellung, die ihn bei Auseinandersetzungen immer in die bessere Position bringt, allein schon wegen des Informationsvorsprunges. Diese Pole-Position nutzt er weidlich aus. Einen Fairplay- Pokal wird er dafür wohl nicht bekommen.

Weiter wurde der schlechte Zustand des Weges entlang der Laugna angesprochen. Der Biber setzt dort die Wiesen und den Weg unter Wasser und zwingt die Spaziergänger zu Umwegen über den Berg, wo sie den Eisvogel nicht mehr beobachten können. Bürgermeister Gleich wies darauf hin, dass der Biber geschützt sei und man wenig Handhabe gegen ihn habe. Der Biber hat das Biotop zerstört. Außerdem gehört der Biber zu Adelsried.

GRÜN meint:
Es ist schon eigenartig. Die Menschen wohnen in Bonstetten, nicht zuletzt wegen der Ruhe, der schönen Landschaft und der Natur. Aber einem Mitbewohner wie dem Biber gönnen sie nicht einmal ein Stück eines Bachlaufes, weil sie dann den Eisvogel nicht mehr beobachten können. Aber vielleicht gefällt dies dem Eisvogel sogar und in einem Biberrevier ist seine Population noch viel größer. Es könnten sich noch ganz andere seltene Tiere ansiedeln. Allerdings haben sie keinen Nutzen, sie können nicht einmal beobachtet werden. Wenn der Biber Schäden verursacht, wie Keller unter Wasser zu setzen, dann muss eine Lösung gesucht werden. Jeder der dem Biber aber vorhält, dass er Landschaft verbraucht, sollte einmal das Landschaftskonto von Bonstetten durchrechnen. Da stehen wir gegenüber dem Biber wohl in den tiefroten Zahlen.

Weitere Themen der Bürgerversammlung
Die Versammlung war schlecht besucht. Viele Plätze blieben unbesetzt. Bürgermeister Gleich begann, wie gewohnt, mit einem Rückblick auf die Ereignisse in der Gemeinde seit der letzten Bürgerversammlung. Er zählte die einzelnen Projekte wie, Laugnabrücke, Trinkwasserbrunnen, Kauf des Weinmannareals, Mehrzweckplatz oder Neubau des Kindergartens auf.

Das neue Baugebiet Weinmann soll ab Mitte 2011 erschlossen werden (wieder ein Guthaben für den Biber).

Bürgermeister Gleich berichtet über die Gemeindefinanzen. Er führt aus, dass die Gemeinde im Vergleich zu anderen sehr gut dastehe. Der Schuldenstand (Verwaltungshaushalt) beläuft sich Ende 2010 wohl auf 287.000 Euro. Dies bedeute eine pro Kopfverschuldung von 239 Euro. Verbindlichkeiten aus dem Kauf des ehemaligen Brauereigeländes in Höhe von 400.000 Euro können voraussichtlich bis 2014 abgelöst werden.

Nächstes Jahr schlägt der neue Kindergarten mit geschätzten 1,3 Mio Euro zu Buche. Hierfür bekommt die Gemeinde ca. 640.000 Euro Förderung. Der Zusage der Regierung von Schwaben ist eingegangen. Die Gemeinde wird Ende 2010 ca. 400.000 Euro Rücklagen gebildet haben.
GRÜN meint:
Sowohl Brauereigelände als auch der Kindergarten sind kreditfinanziert und demnach Verbindlichkeiten der Gemeinde. Die schwäbische Hausfrau nennt dies Schulden. Wenn man die 400.000 Euro Schulden für das Brauereigelände mit einrechnet kommen wir auf eine Prokopf-Verschuldung von 572 Euro.

Ausblick auf 2011:

Für die Gemeinde ist ein neuer Internetauftritt geplant.

Dorfplatz
Der Dorfplatz muss saniert werden. Der Bewuchs nimmt ständig zu. (Vielleicht wird er zu wenig genutzt).

DSL
Voraussichtlich ab November 2011 steht in Bonstetten eine schnelle Internetverbindung bis zu 50 Mbit zur Verfügung. Die entsprechenden Verträge mit der Fa. Miecom werden am Montag unterzeichnet. Die Kosten für den Anschluss von Bonstetten belaufen sich auf ca. 170.000 Euro. Diese werden von der Regierung von Schwaben mit 100.000 Euro gefördert. Auf Grund der bereits verlegten Leerrohre muss die Gemeinde von den restlichen 70.000 Euro nur noch 40.000 Euro tragen.
Frage:
Muss, um die neue Breitbandverbindung zu nutzen der Internetanbieter gewechselt werden? Bürgermeister Gleich hofft nicht, er ist noch in Verhandlungen.

950 Jahre
Vom 1. – 11.08.2013 feiert Bonstetten 950 Jahre seines Bestehens. Die Bürger werden aufgerufen sich daran zu beteiligen.
Am 21.07 2013 wird das 12 Uhr-Läuten des Bayer. Rundfunks aus Bonstetten gesendet.

Familienförderung:
Die Gemeinde fördert junge Bauwillige Familie mit 3000 Euro je Kind als Nachlass auf den Kaufpreis für die Grundstücke. Der Bauzwang wurde auch fallen gelassen.

Trinkwasserbrunnen:
Der neue Brunnen wird noch an den Hochbehälter angeschlossen und ab Frühjahr 2011 kann voraussichtlich das Wasser fließen. Kosten für den neuen Brunnen belaufen sich auf  ca. 500.000 Euro.
Dieser Betrag muss von der Gemeinde an die Bonstetter Bürger weitergeben werden, weil die Wasserversorgung nicht aus Steuermitteln finanziert werden darf. Bürgermeister Gleich zählte die verschieden Möglichkeiten der Kostenverteilung auf. Erstens durch den Wasserpreis, zweitens durch eine Umlage auf die Bürger und drittens über Beiträge bei Neubauten. Anbieten würde sich ein Mischung, z.B. 300.000 Euro als Umlage. Damit kämen auf die Grundstücksbesitzer je nach Grundstückgröße ca. 1000 Euro zu. Man könne auch über zwei Teilzahlungen sprechen. Der Rest über den Wasserpreis. Die endgültige Entscheidung trifft der Gemeinderat.

Christine Disse-Reidel
Bündnis90/Die Grünen
Ortsverband Bonstetten

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