Gemeinsam gegen die Atomkraft

v.l. Leo Kränzle, Inge Kränzle

v.r. Parteivorsitzende Therese Schopper, MDL Christine Kamm, Inge u. Leo Kränzle

 Als die Mitglieder des Ortsverbandes nach München zur Demo aufbrachen, waren sie noch ein kleines Häufchen. Schon in Augsburg, als man in den voll besetzten Sonderzug von Ulm nach München stieg, waren viele Teilnehmer – Mitglieder der GRÜNEN, der SPD und der Freien Wähler sowie Naturschützern – überzeugt, dass es mit der Menschenkette quer durch München klappen könnte.

Auf dem Münchner Hauptbahnhof prägten die GRÜNEN, gelben und roten Fahnen sowie viele eigenhändig gestaltete Plakate das Bild. Auf dem Königsplatz schließlich war klar, dass es eine der größten Demos seit langem in München werden würde. Am Ende zählten die Organisatoren 50.000 Menschen. Menschen aller Altersgruppen, aus verschiedenen politischen Lagern, aus Naturschutz-verbänden hatten sich zusammengefunden, um gegen die Laufzeitverlängerung der AKWs zu protestieren und ein Zeichen für die Alternativen hinzu erneuerbare Energien zu setzten.

„Vermerkelt, verkauft verstrahlt“ oder „Endlager Staatkanzlei“ so lauteten einige der deftigsten Plakatparolen gegen die schwarz gelbe Regierung, der die Gesundheit der Bevölkerung und die Überzeugung der Mehrheit egal, die Profite der Atomindustrie offenbar heilig sind.

Gegen 15 Uhr schließlich wurde die 10 km lange Menschenkette quer durch München geschlossen als Zeichen dafür, dass es Alternativen für den Kurs der Bundesregierung gibt. Zur Abschlusskundgebung versammelte man sich auf dem Odeonsplatz, wo der OB Christian Ude noch einmal die Laufzeitverlängerung als verantwortungslos kritisierte: „Schwarz gelb habe einen Konsens aufgekündigt, der einerseits gesellschaftlichen Frieden, andererseits technologischen Fortschritt hin zu erneuerbaren Energien garantiert hat.“.Auch die Freien Wähler warben für einen atomfreien Kurs in de Energiepolitik. Mit regionalen Energieoffensive wollen sie Städte, Landkreise und Gemeinden unabhängig von Atomkraft machen.

Ein herrlicher Tag voll Sonnenenergie hatte die friedliche Großdemo unterstützt. Als der Ortsverband gegen 19 Uhr mit einem Sonderzug der Staudenbahn in die Heimat aufbrach, war man bester Laune überzeugt, die richtige Sache mit vertreten zu haben.

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2 Responses to Gemeinsam gegen die Atomkraft

  1. Schreck K.J. sagt:

    Noch’n Kommentar,
    Müll zu produzieren von dem ich nicht weiß wohin damit ist und bleibt Blödsinn. Aber bitte, wenn ich von Kerntechnik keine Ahnung habe, sollte ich kluge Ausführungen bleiben lassen. H2O im Reaktor „hoch radioaktiv“ machen ??? Vielleicht denken Sie mal an das Tritium, das der Reaktor abgibt (wenigstens so klima- aktiv wie CO2)oder an die arme Donau und ihre Bewohner, die um ca 5°C aufgeheizt wird

    • gruenebonstetten sagt:

      Sehr geehrter Leser,
      Ihre Meinung wonach mit dem radioaktiven Abfall, der einfach den nachfolgenden Generationen hinterlassen wird und von dem momentan noch keiner weiß wohin, unverantwortlich gehandelt wird, kann man nur beipflichtet. Richtig ist auch, dass dem GRÜNEN Ortsverband keine Fachleute für Kernkraftwerke angehören. Trotzdem haben wir uns dazu entschlossen einige Risiken des AKW Gundremmingen in unserem GRÜN informiert darzustellen. Die Argumente wurden uns von der MDB Ekin Deligöz zur Verfügung gestellt, können aber auch im Internet recherchiert werden. Ihren Ausführungen entnehme ich, dass Sie bezweifeln, dass Wasser radioaktiv kontaminiert wird. In Gundremmingen handelt es sich um einen Siedewasserreaktor. Der im Reaktordruckgefäß erzeugte Dampf wird in das Maschinenhaus zur Stromerzeugung direkt auf die Turbinen geleitet um dann nach Abkühlung wieder als Wasser in den Reaktor zurückgeführt zu werden. Dieses Wasser kommt mit den Brennstäben in Kontakt und wird radioaktiv belastet. Verstrahlter Dampf verlässt den Reaktordruckbehälter und zirkuliert im weniger gesicherten Maschinenhaus. Er kontaminiert z.B. die Leitungen und Turbinen. Das Maschinenhaus gehört zum atomaren Sicherheitsbereich. Die Bezeichnung in unserem GRÜN informiert „hochradioaktiver Dampf“ ist wohl etwas unglücklich formuliert.
      Die Menschen in unmittelbarer Umgebung des AKW Gundremmingen und damit auch die Bewohner des Holzwinkels müssen einfach darauf vertrauen, dass die Technik funktioniert und die beteiligten Menschen keine Fehler machen. Jahrzehnte ging das gut. Seit dem beschlossenen Atomausstieg war auch ein Ende, zumindest der direkten Bedrohung durch die Meiler, abzusehen. Dies ist nun wieder in die weite Zukunft verschoben. Auch die Problematik des atomaren Abfalls wird sich dramatisch verschärfen, befindet sich doch in unmittelbarer Nähe der AKW Gundremmingen ein großes Zwischenlager für Castorbehälter. Darum sollten wir im Holzwinkel uns sehr kritisch mit dem Ausstieg vom Ausstieg beschäftigen.
      Vielen Dank für Ihr Interesse
      Christine Disse-Reidel
      Bündnis90/Die Grünen
      Ortsverband Bonstetten

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