Gemeinderatssitzung v. 22.02.2010 – jetzt online

6. März 2010

Wie geht’s weiter mit dem neuen Kindergarten? Wann kommt der neue Brunnen? Wie stehen die Finanzen in Bonstetten? Der Haushalt 2010 wurde verabschiedet. Wenn Sie das alles interessiert können Sie  das jetzt in unserer Mitschrift der letzten Gemeinderatssitzung  unter „Aus dem Gemeinderat“, nachlesen.
Christine Disse-Reidel

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Bei „Guter Politik“ geht’s nicht nur ums Geld

2. März 2010

Zum Artikel der Augsburger Allgemeinen v. 24.02.10

Für einen Kämmerer ist es gute Politik wenn Geld in der Kasse ist. Dies erleichtert seine Arbeit natürlich ungemein. So gesehen ist seine Aussage verständlich und berechtigt. Allerdings sprach er nicht von „guter Politik“ sondern von „vorausschauender Grundstückspolitik“. Bonstetten profitierte in den letzten Jahren von den Ausweisungen von neuen Baugebieten, der „Heuberg“ und „SÜD 2“. Die Erlöse füllten die Gemeindekasse und ermöglichten die Bildung von Rücklagen. Zu der Grundstückpolitik der Gemeinde zählt aber auch der Kauf des ehemaligen Brauereigeländes für 1.2. Mio DM, mit dem sie jetzt nichts Rechtes anzufangen weiß. Erhoffte Investoren ließen sich nicht finden. Nicht einmal eigene Projekte wie die neue KiTa werden dort realisiert. Dafür wurde erneut ein Grundstück, das Weinmann – Anwesen, erworben, wofür die Gemeinde einen großen Teil ihrer Rücklagen aufbrauchte. Nun soll dort neues Bauland ausgewiesen werden um den Kauf zu refinanzieren. Damit wird wieder ein Teil der schönen Landschaft verbraucht. Eigentlich unnötig, weil in SÜD 2 noch 12 Grundstücke frei sind, die erst einmal verkauft werden müssen. Den Nachweis, dass Bedarf an neuem Bauland besteht, blieb der Bürgermeister bisher schuldig. Bonstetten kann keine Arbeitsplätze oder besondere Freizeiteinrichtungen anbieten. Die Lage in einer schönen Landschaft ist das größte Kapital der Gemeinde mit dem sehr sorgfältig umgegangen werden sollte. Die schnelle Ausweisung von immer neuem Bauland am Ortsrand zeugt nicht von Verantwortungsbewusstsein für künftige Generationen. BayernGrund wird der Gemeinde den neuen Kindergarten übrigens nicht schenken. Auch hier handelt es sich um eine Kreditfinanzierung, also Schulden der Gemeinde. Diese erscheinen nur nicht im Haushalt. Genauso wie die 400.000 Euro die noch für das Brauereigelände abgezahlt werden müssen.
Eine momentan noch gute Haushaltslage ist nur ein Teilaspekt. Zur Guten Politik für eine  Gemeinde gehört noch etwas mehr.
Christine Disse-Reidel
Peter Reidel