TOP 3: Neubau des Kindergartens in der Gemeinderatssitzung am 11.01.2010

Grundstück Hasenbergstraße (ehem. Weinmann)

Obwohl erst in der Gemeinderatssitzung am 11.01.2010 über den Kindergarten beraten wurde, wusste Bürgermeister Gleich bereits beim Neujahrsempfang am 08.01.2010, dass der Kindergarten auf dem neu erworbenen Grundstück entstehen wird. Bezeichnend war auch dass der, in der Gemeinderatsitzung anwesender, Architekt bereits einen ersten Planentwurf für den Kindergarten auf dem Weinmann-Anwesen präsentieren konnte. Die Würfel waren schon in einer Fraktionssitzung der CSU gefallen. Die Diskussion im Gemeinderat war letztlich nur ein Scheingefecht.

Mögliche 3 Kindergartenstandorte

Die Standortfrage wurde von den beiden GRÜNEN Gemeinderäten angesprochen, Es zeigte sich, dass auch einige Räte der FW mit dem Bürgermeisterstandort nicht glücklich sind. Dies schlug sich auch in der knappen Abstimmungsmehrheit von 7: 6 für den von Gleich favorisiertem Standort nieder. Die GRÜNEN hatten am Wochenende ihre Überlegungen mit einem Mitteilungsblatt GRÜN informiert an die Bürger verteilt.  Der ursprünglich vorgesehen Platz auf dem ehemaligen Brauereigelände wurde von der CSU schlecht geredet. Das damals von der Gemeinde erworbene  Gelände war bisher von Bürgermeister Gleich immer als großen Wurf bezeichnet worden. Ein Rahmenkonzept wurde erstellt mit dem Kindergarten im hinteren Teil des Brauereigeländes. Nun wurde behauptet, dass eine Bebauung des Grundstückes, wenn nicht unmöglich, aber nur mit einem erheblichen Aufwand bewerkstelligt werden könnte. Selbst altgediente Gemeinderäte, die bereits über den Kauf des Brauereigeländes mitentschieden haben, wissen nun plötzlich um die angebliche Problematik: ein Kanal muss verlegt werden, der Hang gibt nach, umliegende Gebäude werden beschädigt, eine Pfahlgründung, sogar eine Brunnengründung muss her, wenn hier gebaut wird. Die Frage ist nun, wer hier überhaupt noch investieren soll, wenn sich sogar die Gemeinde nicht an ihr eigenes Grundstück heranwagt. Es geht dabei um eine Fläche von ca. 4000 m², die die CSU nun aus durchsichtigen Gründen für  unbebaubar  erklärt.

Betrachtet man die finanzielle Seite dieser Standortentscheidung, ergibt sich eine ungeheure Verschwendung von Ressourcen. Die Aufgabe des Brauereistandorts in Höhe von wenigstens 400.000 Euro sowie der Erwerb des Weinmanngrundstücks für 600.000 Euro (incl. Abrisskosten und Grunderwerbsteuer) stehen einem Aufwand von maximal 150.000 Euro für Pfahlgründung und ev. erforderlichen Aufwendungen für eine Verlegung des Abwasserkanals auf dem südlichen Teil des Brauereigrundstücks gegenüber.

Die GRÜNEN forderten auch, einen Architektenwettbewerb auszuloben. “Dies ist bei solchen kommunalen Projekten eigentlich üblich und ohne großen Aufwand machbar”, sagt der Kreisbaumeister Kurt Schwindling gegenüber Gemeinderat Kränzle. Durch die Zusammenarbeit mit einem einzigen Architekturbüro vergibt die Gemeinde die Möglichkeit aus verschiedenen Entwürfen den Besten auszuwählen. Die Entscheidungen über den Kindergartenneubau werden von maximal vier “Fachleuten” aus der CSU gefällt.

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