Eklat im Bonstetter Gemeinderat

Bürgermeister behindert Informationsbeschaffung und versucht stattdessen Gemeinderat einzuschüchtern.

In öffentlicher  Sitzung  wurde am vergangenen Montag  im Bonstetter Gemeinderat darüber debattiert, ob der Kindergarten saniert oder neu gebaut werden sollte. Bei Berücksichtigung möglicher öffentlicher Zuschüsse entstehen der Gemeinde beim Neubau eigene Kosten von mehr als  1 Mio €, erläuterte  Architekt Alfred Poppe. Wegen des schlechten Zustands des alten Gebäudes empfahl er den Neubau, den der Gemeinderat dann beschloss. Der plötzliche Sinneswandel in der CSU so kurz vor der Wahl ist erstaunlich.600px-Smiley_svg
Im Vorfeld hatten die GRÜNEN Gemeinderäte Leo Kränzle und Petra Zinnert-Fassl mehrfach eine Ortsbegehung des Kindergartens angeregt. Im August schließlich erhielt Kränzle von der Kindergartenleitung einen Besuchstermin, den er per email Bürgermeister Gleich und anderen Gemeinderäten mitteilte.
In der öffentlichen Gemeinderatssitzung kam es nun zum Eklat.  Gleich behauptete, nicht informiert worden zu sein. Zweite Bürgermeisterin Ursula Puschak warf Kränzle gar Amtsanmaßung vor. Die GRÜNE Gemeinderätin Zinnert-Fassl sprang Kränzle zur Seite und verwies auf die „Verantwortung der Gemeinderäte und die Pflicht zur Information, bevor über derart große Summen beschlossen werden“ könne. Schließlich schrie  Gleich den Gemeinderat  Kränzle an und „verbot“ ihm derartige Eigenmächtigkeiten. Kopfschüttelnd verwies Kränzle  auf das  in der Gemeindeordnung verankerte Informationsrecht. Ratlosigkeit herrschte dann überwiegend, als sich Gleich noch über ein  Smiley (:0)  in einer Email ereiferte, mit der sich Kränzle bei ReAL Auftaktveranstaltung Anfang Oktober 2009 angemeldet hatte. Die  Email war zwar nicht an Gleich gerichtet,  war ihm aber offenbar zugeleitet worden. Gleich besaß  auch hier die Dreistigkeit, Kränzle Smileys auf Emails zu verbieten.

Schließlich stand der Neuerwerb eines Grundstücks am südlichen Ortsrand zur Diskussion.  Auf Nachfrage  von Gemeinderätin Zinnert-Fassl, warum man sich nicht auf ein 4500m² großes Grundstück für den Kindergartenbau beschränkt habe, sondern 11000m², ein Waldstück  und weitere Äcker während der Sommerferien gekauft habe, erklärte Gleich, dass die Grundstücke nur „im Paket zu haben waren“. Bemerkenswert ist, dass CSU-Gemeinderat Adam einen Teil der Erbengemeinschaft (Verkäufer) anwaltlich  vertritt.

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