Nachwahlen

Die Europawahl 2009 und damit auch der Bürgerentscheid „Kein Turmbau auf dem Stauffersberg“ ist vorüber. Die Statistiker haben ihre Arbeit getan, die Ergebnisse sind veröffentlicht. Diese werden nun analysiert und kommentiert.

Für Bonstetten möchte ich auch ein kurzes Resümee ziehen. Dem Tag der Abstimmung haben die Vertreter des Bürgerbegehrens und alle, die sich engagiert haben, entgegen gefiebert. Davor die  Wochen waren spannend und ereignisreich. Man denke nur an die Geschichte mit den Wahlkarten den Bürgermeisterbrief oder das Flugblatt der Freien Wähler. Dazu kamen viele Gespräche mit Leuten auf der Straße, beim Bäcker, beim Hundespaziergang usw. Nun haben sich die Bürger von Bonstetten mit deutlicher Mehrheit gegen den Turmbau ausgesprochen.  Das Ergebnis zeigt, dass der Weg über den Bürgerentscheid der richtige war.
Jetzt herrscht, auch für die Befürworter des Turms,  Klarheit: Die Mehrheit der Bonstetter wollen dieses Turmprojekt nicht. Schade ist nur, dass  Bürgermeister Gleich am Tag der Entscheidung seinen Urlaub in Mallorca   antrat. Ich ging davon aus, dass ihm die Abstimmung wichtig ist. Vielleicht hat er das Ergebnis  im Vorfeld schon geahnt.  Die Mitteilung des Abstimmungsergebnisses, an die Vertreter des Bürgerbegehrens, wäre  seine Aufgabe gewesen.  Bei Anton Gleich hat man das Gefühl, dass er jetzt schmollt. Im Grunde  sollte er sich freuen, dass er Rathaus-Chef einer Gemeinde ist, deren Bürger bereit sind, sich für eine Sache  zu engagieren. Diese Energie könnte er nutzen und in Kanäle lenken, die Bonstetten voranbringen.

Auf diesem Wege nochmals vielen Dank an alle Unterstützer, die das Bürgerbegehren ermöglicht haben. Besonders erwähnen möchte ich die Familie Wagner, die durch ihren Einsatz das Bürgerbegehren erst ermöglichten. Dank auch an alle Wähler, die ihre Meinung zum Turm durch die Abstimmung zum Ausdruck gebracht haben.

Ihr Peter Reidel
einer der Vertreter des Bürgerbegehrens

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6 Responses to Nachwahlen

  1. Hans sagt:

    Also wer dem Bürgermeister nicht mal den Urlaub gönnt hat ein etwas übersteigertes Selbstbewusstsein.

    • gruenebonstetten sagt:

      Geehrter Leser,
      vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Seite. Selbstverständlich gönne ich dem Bürgermeister den Urlaub, den er sich wie jeder arbeitende Mensch verdient hat. Ich habe mich nur darüber gewundert, dass er an einem, für ihn doch wichtigen Termin, nicht im Ort anwesend war.
      Ihr Peter Reidel

  2. BuergerBonstetten sagt:

    Also ich finde es beschämend das vieles hier schon auf die „persönliche“ Ebene geht – jeder kann ich den Urlaub fahren wann er mag und es für richtig hält. Oder meinen Sie das seine Anwesenheit irgenteine Änderung an dem Resulat gebracht hätte?

    Ich war auch gegen den Turm – jetzt geht es aber konstrutiv mal neue Projekte anzugehen z.B. Gelände der ehemaligen Bauerei – was doch deutlich wichtiger ist als „Turm“ oder „Badesee“ zusammen. Hier könnten sich jeder Gemeinderat – egal welche Fraktion – mal einbringen…. Projekte zu stoppen ist eine Sache – was auf dem Weg zu bringen eine andere.

    • gruenebonstetten sagt:

      Danke für Ihren Kommentar.
      Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Wir haben in Bonstetten wirklich drängernde Problem als den Turm. Das von Ihnen angesprochene ehemalige Brauerreigelände gehört dazu. Es ist wirklich zu hoffen, dass sich die im Gemeinderat vertretenen Mehrheits-Parteien sich ihrer Ziele erinnern und das Problem anpacken. Aber die Situation ist vertrackt. Ein großer Teil des Geländes ist durch einen vermieteten Gewerbebau blockiert und für den vorderen Teil findet sich kein Investor. Hier ist Fantasie und Mut gefragt um wenigstens eine vernünftige Zwischenlösung zu finden, die die unansehnliche Situation in der Dorfmitte zu beseitigt und die Möglichkeit einer späteren Gesamtlösung zuläßt. Die GRÜNEN sind hier für Gespräche jederzeit offen.
      Christine Disse-Reidel

  3. BuergerBonstetten sagt:

    Sie meinen wohl Turm UND Badesee. Außerdem ist das kein Frage der Mehrheiten – es fehlt in allen Fraktionen an einem Konzept. Ich weiss nicht wann das Brauerei-Gebäude abgerissen wurden – 2000?
    Aber seit diesem Zeitpunkt gab es werden ein realitisches Konzept – noch irgenteinen Erfolg bei der Suche nach einem Investor. Die Frage die sich mir stellt bei dem Investor – wer oder was soll das sein? Hier soll weder Dreck noch Lärm entstehen.
    Langsam sollte man sich Gedanken machen was können wir – ohne Investor – auf die Beine stellen.

    Auch ist der vordere Platz völlig ausreichend.
    Ich vermisse ein realistische Vision / oder ein Konzept über alle Parteien hinweg…

    Zwischenlösungen vertagen das Problem? Oder wollen sie mittels einer Folie in der Bodenplatte unten einen Dorfteich etablieren?

    Nächstes Jahr haben wir dann wohl 10 Jahre Untätigkeit zu feiern.

    • gruenebonstetten sagt:

      Die Geschichte mit dem Badesee möchte ich gerne mal richtigstellen. Die GRÜNEN wollten nie einen Badesee in Bonstetten installieren. Wir haben lediglich vorgeschlagen, für den gesamten Holzwinkel ein Naturfreibad, nach dem Vorbild von Fischach, in die Projektliste von REAL auf zu nehmen. Dies wurde von der Gemeinderatsmehrheit verhindert. Der, vom Bürgermeister, immer wieder ins Spiel gebrachte Laugnasee kann diese Funktion niemals erfüllen, siehe Probleme beim Rothsee in Zusmarshausen. Man kann, glaube ich, nicht absprechen, dass so eine Bademöglichkeit die Lebensqualität im Holzwinkel deutlich erhöhen würde. Aber wie geagt, nur ein Projektvorschlag.
      Bei der unendlichen Geschichte der Ortsmitte möchte ich die GRÜNEN etwas aus Ihrer Schusslinie nehmen. Die Entscheidungen hinsichtlich des ehemaligen Brauereigeländes sind alle vor unserer Zeit im Gemeinderat gefallen. Ein umsetzbares Konzept lag nie vor. Die GRÜNEN hatten im Gemeinderat beantragt, wenigstens eine Begrünung vorzunehmen, um das Loch zu verstecken, dies wurde auch beschlossen, aber leider noch nicht umgesetzt. Ein weitergehendes Konzept ist noch nicht in Sicht. Unter einer Zwischenlösung würde ich verstehen, das Gelände herzurichten für z.B. einen Jugendspielplatz, den man im Winter dann als Eislaufplatz nutzen könnte. Dies wären Maßnahmen ohne fremde Investoren.
      Mehrheiten sind notwendig, um Vorschläge und Konzepte durchzusetzen. Aber soweit sind wir noch nicht. Vielleicht kommen aus der Bürgerschaft ein paar Ideen zur Problemlösung des Bonstetter Lochs. Gerne lade ich Sie zu unserem Stammtisch am 02.07. ins Bräustüble ein. Dort könnten wir uns persönlich austauschen um vielleicht einen Lösungsansatz finden.
      Wir würden uns freuen.
      Christine Disse-Reidel

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