Ein Bürgermeisterbrief zum Bürgermeisterturm!

Bürgermeister deckt Geheimplan auf!

Jetzt ist es heraus: Bonstetter GRÜNE und die Initiatoren des Bürgerbegehrens wollen den Stauffersberg abschaffen. Sie planen ein weiteres Loch für Bonstetten. Das Turmdorf soll zum Ort der Löcher mutieren. Drumnadrochit, eine Stadt in Schottland, direkt am Loch Ness, wird neue Partnergemeinde von Bonstetten. Ein wirklich perfider Plan mit unabsehbaren Folgen: Müssen sich doch die Stauffersberger Musikanten einen neuen Namen suchen.

Spaß beiseite.

Fasching 2008 in Welden

Fasching 2008 in Welden

Lieber Herr Bürgermeister, wir wussten schon dass Sie hoch hinaus wollen, bisher waren es nur 35 Meter auf ihren Turm auf dem Stauffersberg, aber jetzt gleich bis zum Mond? Nein, wir wollen Sie nicht auf den Mond schießen. Auch nicht dahin schicken, wo der Pfeffer wächst. Wir möchten, dass Sie ihren Job machen für den Sie gewählt sind: Bürgermeister von Bonstetten.  Aber Sie müssen nun mal akzeptieren, dass es unterschiedliche Meinungen gibt. Sie möchten einen Turm, andere halt nicht. Für den Bürgerentscheid am 07. Juni sind bereits viele Argumente ausgetauscht. Jetzt haben die Bonstetter es in der Hand ob ein Turm gebaut wird, oder halt nicht. Nach dem Entscheid sollte man auch nicht über Gewinner oder Verlierer sprechen. Es ist wie die Publikumsfrage beim Günther Jauch Quiz: Die Mehrheit irrt sich selten, und, wie auch von den meisten Kandidaten, sollte  sie akzeptieren werden. In der Regel kommt man dann auch eine Runde weiter. Demnach wird die Entscheidung der Bürger, auch Bonstetten ein Stück weiter bringen.

Der einzigen Aussage des Bürgermeisterbriefes der man vorbehaltlos zustimmen kann ist: Bonstetten braucht keinen Turm! Dieser Ansicht sind sicher nicht nur die Bürger, die in vorderster Linie für das Bürgerbegehren eintreten, sondern auch ein Großteil der Bonstetter. Beim Stauffersberg von einer Naturschönheit zu sprechen, ist wohl etwas gewagt. Zurzeit existiert dort oben immer noch die ehemalige militärische Anlage, ein Bonstetter „Fort Knox“. Es ist zu hoffen, dass das Gelände bald renaturiert wird und wir, wenn es zum Trinkwasserschutzgebiet erklärt wird, aus einer schönen,natürlichen und unbelasteten Umgebung unser Trinkwasser beziehen. Bonstetten kann froh sein, dass der hässliche Ami-Turm endlich verschwunden ist. Jetzt ein neues Stahlmonster dort oben in den Wald zu stellen ist doch wohl ein Schildbürgerstreich.

In der Bürgerversammlung vom 12.05.2009 hat Anton Gleich zum ersten Mal einen Parkplatz ins Gespräch gebracht. Er gab auf eine Frage zu, dass durch das Schützenheim und der Turm eine Konkurrenzsituation zum Trinkwasserschutzgebiet entsteht. „Aber solche Probleme lassen sich lösen, z. B. kann man beim Parkplatz eine Folie einziehen“, so Gleich. Man muss sich das nur vorstellen: Da wir in einem Wald der Boden versiegelt um zu verhindern, dass das Regenwasser  ins Grundwasser einsickern kann, damit das Wasserschutzgebiet nicht gefährdet wird.

Überall gibt es Schnäppchen, warum nicht auch einen Schnäppchen-Turm? Ganz oft stellt sich heraus, dass sich so ein Billigangebot im Nachhinein als teurer Fehlkauf erweist. Bei seiner neuen Rechnung, wie übrigens auch bei seiner alten, erwähnt Anton Gleich niemals die „Nebenkosten“. Der nackte Turm im Wald macht noch keine Attraktion. Der schon erwähnte Parkplatz mit spezieller Versiegelung ist nicht als Schnäppchen zu bekommen. Man geht von geschätzten Kosten, für 8 Autos, von 10.000 Euro aus. Hinzu kommt das Grundstück, für das allerdings schon 28.000 Euro ausgegeben wurden (3400 m² zum m²-Preis von ca. 8,24 €). Was kosten andere forstwirtschaftliche Flächen?

Wurde Gleich bisher auf den Kauf des Grundstückes angesprochen, behauptete er immer: „Nicht nur für den Turm, sondern auch für den Brunnen und das Schützenheim.“ Damit wollte er vermeiden, dass der Kaufpreis für das Grundstück, die Kosten für den Turm erhöht. Jetzt ändert sich die Argumentation plötzlich. Vom Brunnen und Schützenheim ist nicht mehr die Rede. Durch den Erwerb des Grundstücks sollen die Bonstetter vor dem Strahlungsrisiko eines Mobilfunkmastes bewahrt worden sein, der sonst dort oben errichtet worden wäre. Hier handelt es sich wohl um eine dreiste Behauptung. Von einem solchem Projekt war all die Jahre zuvor nichts zu hören. Außerdem sind auf dem benachbarten Telekomturm bereits sieben oder acht Mobilfunkantennen installiert, die ihre Strahlen aussenden. Ohnehin wäre es für Mobilfunkanbieter interessanter, eine Antenne unten im Dorf zu installieren, um die Verbindungsqualität im Ort zu verbessern. Und vermutlich werden die Mobilfunkanbieter an die Gemeinde herantreten, um auch auf dem Gleich-Turm eine Antenne anbringen zu dürfen, wenn das ihren Zwecken dient.

Das von den GRÜNEN ins Gespräch gebrachte Naturfreibad sollte niemals als Konkurrenzprojekt zum Aussichtsturm herhalten. Bei der Aufstellung des Projektkatalogs für REAL sollte das Freibad lediglich als Projektvorschlag der Holzwinkel – Gemeinden mit aufgenommen werden. Anton Gleich hat sich vehement dagegen gewehrt. Vielleicht weil so ein Bad ein wesentlich attraktiveres Projekt als sein Aussichtsturm ist. Deshalb hat er den Vorschlag lächerlich gemacht und von einer Pfütze gesprochen.  Sein immer wieder ins Gespräch gebrachter Laugna-See kann kein Badegewässer werden. Ein warnendes Beispiel ist der Rothsee, der nun der Marktgemeinde Zusmarshausen große Sorgen bereitet.

Der Bürgermeister soll nicht glauben,  er sei der einzige, der die Gemeindeordnung lesen kann. Natürlich können nicht einfach zugesagte Zuschüsse für andere Zwecke ausgegeben werden. Kindergarten oder Gemeindesaal haben mit dem Turmprojekt nichts zu tun und werden aus andern Töpfen gefördert. Allerdings kann die Gemeinde entscheiden wofür sie ihr eigenes Geld ausgibt und hier stehen immer noch 40.000 Euro  für den Turm im Haushalt. Wir dürfen nicht glauben, dass auf dem Stauffersberg ein Stahlturm für 150.000  Euro gebaut wird, sollte  der Bürgerentscheid zu Gunsten des Turmes ausgehen. Wenn der Bürgermeister freie Bahn hat, wird ganz schnell die bisherige Projektplanung mit der deutlich teureren Variante umgesetzt. Denn wir stimmen am Sonntag nur darüber ab ob ein Turm gebaut wird oder nicht. Bei einem Ergebnis zu seinen Gunsten, ist er an seine, jetzt plötzlich aus dem Hut gezauberten, Zahlen nicht gebunden.

Meine Bitte an die Bonstetter: Gehen Sie am 07. Juni zur Wahl!

Wählen Sie für Europa!

Stimmen Sie bei der Frage des Turmbaus so ab, wie Sie es für richtig halten!

Ihre Christine Disse-Reidel

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